Was macht Kolleginnen oder Vorgesetzte herausfordernd?
Ständige Kritik, dominantes Auftreten, Rückzug, Passiv-Aggression: Solche Verhaltenszuschreibungen haben fast immer einen Kontext. Unklare Zuständigkeiten, Konkurrenz um knappe Ressourcen, fehlende Anerkennung, Druck von oben der irgendwo abgeladen werden muss. Das entschuldigt nichts, aber es erklärt einiges. Wer nur das Verhalten einer Person verändern will, ohne den Kontext zu verstehen, wird selten weit kommen.
Was kann ich selbst tun?
Der erste hilfreiche Schritt ist meist nicht Konfrontation, sondern Klärung: Was genau stört mich? Was brauche ich, das ich gerade nicht bekomme? Und was trägt die Situation selbst dazu bei, dass es so läuft wie es läuft?
Das ist keine Aufforderung zur ausschließlichen Selbstanalyse. Aber wer mit einem klareren Bild in ein schwieriges Gespräch geht, hat bessere Karten als jemand der nur reagiert.
Gespräche über Konflikte gelingen besser wenn man weiß was man will, nicht nur was man nicht mehr will. Konkret, ruhig, ohne Anklage. Das klingt einfacher als es ist, vor allem wenn die Situation schon länger schwelt.
Innere Ruhe und einen sicheren Ort finden
Innere Resilienz entsteht aus der Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen und das Denken zur Ruhe kommen zu lassen. Durch Techniken wie Meditation oder Atemübungen kann man einen inneren sicheren Ort schaffen, der hilft, zusätzlichen Stress abzubauen und Klarheit zu gewinnen. Diese innere Ruhe stärkt die Selbstsicherheit und ermöglicht einen gelasseneren Umgang mit Herausforderungen.
Systemische Zusammenhänge in Teams und Organisationen
Oft sind es eben nicht (nur) die einzelnen Personen, die das Klima negativ beeinflussen, sondern die mit der Zeit entstandenen Bedingungen, unter denen alle arbeiten. Unklare Rollenverteilungen, fehlende Entscheidungsstrukturen, Unterschiedlichkeiten, die nie in einem geeigneten Rahmen angesprochen und fruchtbar gemacht wurden und deshalb als Dauerspannung im Raum stehen.
Wenn man dann an den Symptomen arbeitet, ohne die strukturellen Ursachen anzugehen, wird man sich wahrscheinlich wundern, dass sich daraufhin keine ausreichende positive Veränderung ergibt.
Unterstützung für Führungskräfte
Wenn Sie als Führungskraft bemerken, dass Konflikte im Team kein Einzelfall mehr sind, sondern sich Muster wiederholen oder die Zusammenarbeit grundsätzlich stockt, lohnt sich ein anderer Blickwinkel. Dann geht es meist nicht mehr um einzelne "schwierige" Personen, sondern um die Dynamik des gesamten Teams. In solchen Situationen begleite ich Führungskräfte und ihre Teams dabei, die Ursachen zu verstehen und wieder handlungsfähig zu werden.
Mehr dazu, wie Konfliktberatung für Teams und Führungskräfte aussehen kann.
So kann ich Ihnen als Konfliktcoach helfen
Coaching in Konfliktsituationen bedeutet nicht, dass jemand von extern sagt, wer recht hat oder Ursache von Schwierigkeiten ist. Es geht vielmehr darum, wieder Handlungsspielraum zu gewinnen, eigene Muster zu erkennen und Gespräche zu führen die etwas verändern, anstatt die Fronten durch Schuldzuweisungen zu verhärten. Wenn Sie merken dass Sie gerade feststecken, lassen Sie uns sprechen.