Nicht jede Krise im Unternehmen ist eine Führungskrise – und nicht jede Führungskrise ist mit demselben Ansatz zu begleiten. Die folgenden Situationen passen zu meiner Arbeitsweise.
Entscheidungsblockade im Führungskreis
Der Führungskreis dreht sich im Kreis. Positionen stehen sich unveränderbar gegenüber, Gespräche enden ohne Beschluss, Verantwortung wird nicht übernommen. Das ist kein Kommunikationsproblem, sondern eine systemische Oszillation: Das System reproduziert seinen eigenen Stillstand. Solche Muster lassen sich beschreiben – und damit verändern.
Führungskrise bei Nachfolge und Übergabe
Familienunternehmen tragen drei Systeme gleichzeitig: Familie, Unternehmen, Eigentum. Bei einer Übergabe ziehen diese Systeme oft in verschiedene Richtungen, ohne dass jemand das benennen kann. Wer gibt ab, wer übernimmt, wer behält Einfluss? Diese Fragen haben emotionale, rechtliche und unternehmerische Dimensionen zugleich. Ich begleite den Führungskreis dabei, diese Dimensionen auseinanderzuhalten – und Entscheidungen zu treffen, die alle drei Systeme berücksichtigen.
Vertrauensbruch im Führungskreis
Nach einer ungeklärten Kündigung, einer Fehlentscheidung oder einem eskalierenden Konflikt: Das Vertrauen im Führungskreis ist erschüttert, die Zusammenarbeit formell funktionierend, aber ohne echte Verbindlichkeit. In solchen Situationen braucht es jemanden, der keine Geschichte mit den Beteiligten hat und keine eigene Position zu verteidigen. Diese Rolle fülle ich dann für Sie aus.
Wachstumskrise
Was bei 20 Mitarbeitenden funktioniert hat, trägt bei 80 nicht mehr. Informelle Strukturen, die jahrelang gereicht haben, kollabieren unter dem Gewicht des Wachstums. Rollen sind unklar, Entscheidungswege verschwimmen, die Geschäftsführung steckt im Tagesgeschäft fest. Ich helfe dabei, das System zu beschreiben, das gerade nicht mehr funktioniert – und zeige, welche Strukturveränderungen wieder Bewegungsfähigkeit schaffen.
Kulturkrise nach Führungswechsel
Ein neuer Geschäftsführer oder eine neue Bereichsleitung bringt andere Maßstäbe mit. Was früher selbstverständlich war, gilt plötzlich als Problem – oder umgekehrt. Alt und Neu stehen in einer Spannung, für die es noch keine Sprache gibt. Ich helfe dem Führungskreis, diese Spannung zu benennen und produktiv zu machen, bevor sie sich in Lager aufteilt.
Was nicht zu meinem Aufgabenfeld gehört
Ich bin kein Sanierungsberater, kein Rechtsanwalt und kein Therapeut. Wenn es um Insolvenz, Liquidität oder Krisenkommunikation nach außen geht, bin ich nicht die richtige Adresse. Mein Arbeitsbereich ist das Innere des Führungssystems: Entscheidungsfähigkeit, Zusammenspiel, Klima.